Lautsprecher gesucht: Ersatz für große Relikte und dazu etwas mobiles, aktives. 

KEF Q300 und Audioengine A5+

Budget: 1200 Euro

Ein Vermarktungsprofi wollte sich von seinen riesigen 80er Jahre Lautsprechern im Holzdekor trennen. Zudem sollte endlich guter Sound in Küche und am TV herbei. 

 

 

Die vorhandenen Lautsprecher waren, was Kunden häufig als "Liebhaberteile" bezeichnen. Also minimum 20 Jahre alte, großvolumige Lautsprecher. Zu allem Überfluss waren sie hier über ein dünnes Käbelchen mit ausgenudelten Enden und ohne Markierung mit dem Verstärker verbunden. Die vorhanden Exemplare waren von Yamaha und man konnte die Höhen am Lautsprecher mittels eines Rädchens einstellen - tja. Sie lagen über Eck in der Altbauwohnung im Regal knapp unter der Decke. Die Küchenlösung bestand aus einem kleinen 2.1 Computerlautsprecherset. Es begann vielversprechend! 

 

Der Kunde hört vornehmlich Hiphop und elektronische Musik über Apple Music und die iTunes Bibliothek via Airplay. Hierzu hängt an dem Yamaha Verstärker ein Apple Airport Express - zwar analog, aber funktional in Ordnung. Ausgiebig haben wir uns vor Ort durch die Playlisten gehört.

Als passiver Ersatz der Relikte dienten ein paar weiße KEF Q300, die mit ihrem unverwechselbaren Uni-Q Chassis nun wunderbar mit modernen Einrichtungsgegenständen wie etwa den SE 68 Stühlen von Wilde & Spieth und harmonieren. Der klangliche Funke sprang gleich durch die Boxen - vom vorhandenen Verstärker durch ein neues Kabel mit Bananensteckern von Oehlbach.  

 

Die aktiven Lautsprecher, die sowohl in der Küche als auch am Fernseher für guten Klang sorgen sollten standen von vornherein fest: Audioengine A5+. Denn in dieser Preisklasse sind sie einmalig und auf jeder Hifi-Messe gern genommene Partner im Bereich "affordable audio". Trotz ihrer Maße und der integrierten A/B-Verstärker sind es ausgemachte Stereolautsprecher und für das Nahfeld am Computer viel zu schade.

 

Der amerikanische Hersteller Audioengine baut nicht nur ausgezeichnete Lautsprecher, sondern kümmert sich mit viel Einsatz auch um deren kabellose Anbindung. Das Produkt W3 besteht aus einem Sender und einem Empfänger. Der Sender wird an jede beliebige Quelle gesteckt. Der Empfänger an jedes beliebiges Ziel, in diesem Falle den A5+ Lautsprecher. W3 baut ein ausgezeichnetes Netzwerk auf und spielt dann jeden Ton, der an der Quelle (hier Yamaha Verstärker) gespielt wird unkomprimiert auf dem zusätzlichen Paar Lautsprecher ab. Multiroom geht wirklich so einfach - denn nun hört der Kunde die Musik nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch in der Küche. (Man kann weitere vier Geräte mit einem Empfänger ausstatten.) 

 

Um eine gehörige Portion Sound an den Samsung LED Fernseher zu bekommen, muss ein kleiner Konverter aushelfen, der das digitale (optische) Signal des TV in ein analoges für den Eingang des A5+ Lautsprechers wandelt. Merke: Moderne Fernseher haben keine analogen Ausgänge mehr. Und moderne, gut klingende aktive Stereolautsprecher bekommen diese erst. 

 

Eine spannende Aufgabe zur vollen Zufriedenheit gelöst.