Kii Three hören in Hamburg

 

Solch eine Stereoanlage haben Sie noch nicht erlebt:

Reduziert auf ein Paar Lautsprecher erschafft die Kii Three von Kii Audio aus Bergisch Gladbach den idealen Klang. Reflexionen durch Wände sind Geschichte. 100% kontrollierter Bass, der keine Grenze kennt. Absolute Transparenz und Präzision. Wirklich alle Details jeder Frequenzlage. Einzigartiges Abstrahlverhalten. Leistung im Überfluss. Fortschrittliches Design. Nie erlebte Einfachheit. 

 

Physische, ästhetische, räumliche und finanzielle Hindernisse auf dem Weg zum feinen Klang einfach umschiffen: Rufen Sie an, wenn Sie im Hamburger Raum wohnen und ernsthaft an diesem Gerät interessiert sind. Gerne vereinbaren wir einen Vorführtermin. 


Ganz neu im Mai 2018 auf der großen High End Messe in München vorgestellt: Die Erweiterung der Kii Three, die sogenannte BXT = Bass Extension. Statt auf einem Ständer steht die Kii nun einfach auf einem zusätzlichen Bassmodul, welches noch einmal jeweils 8 Chassis mit insgesamt 4000 Watt Kraft hinzufügt. Insbesondere für Große Räume und Menschen mit unstillbarem Basshunger geeignet. Demnächst ist auch diese Neuigkeit in Hamburg bei Stereofluss zu erleben. 

Kii Three - ein vollkommenes System

Die Aufgabe von Journalisten ist, ein Thema möglichst objektiv zu betrachten. Natürlich - und speziell im Bereich Hifi - ist es so, dass diese Aufgabe nicht einfach ist und mal daher besser und mal schlechter klappt. 

Wenn sich allerdings alle einig sind, dann kannn man letztendlich auch von echter Objektivität ausgehen. Denn kein Journalist möchte mit einem anderen vergleichbar sein und jeder hätte prinzipiell lieber eine andere Meinung als der andere. 

Insofern überlasse ich die Umschreibung der Kii Three gerne den Journalisten und habe hierzu im Folgenden eine Vielzahl vorhandener Erfahrungen zusammengestellt. 

 

Das Resümee kommt zuallererst. Denn das kann die (spannende, jedoch irgendwann auch redundante) Lektüre erheblich abkürzen :-)  Es folgt eine Beschreibung des Klanges. Und zum Schluss noch die Betrachtung der heutigen Hifi Realität und des Einflusses, den die Kii Three hierauf hat.  

Resümee - warum Kii Three?

Also, nun zu dem Teil, auf den Sie vielleicht gewartet haben: Ich könnte diese Rezension in einer Zeile beenden, indem ich einfach schreibe, dass die Kii Three der beste Lautsprecher ist, den ich je hier hatte. Dass es ein Privileg und ein Vergnügen ist, ihn in meinem Haus gehört zu haben.

Denn so ist es: Mit der Kii Three erhält man ein enorm klangstarkes Musiksystem, das modernste Technik optimal einsetzt, um unzählige bekannte Probleme sehr einfach zu lösen. Dabei werden schönes Design, tolle Verarbeitung und wunderbarer Klang vereint, um die Kategorie Lautsprecher ins 21. Jahrhundert zu heben.  

 

Die Kii Three richtet sich nicht an Hifi Puristen oder Dinosaurier, die solch intelligente Technologie als Hexenwerk abtun würden. Hier wird ein modernes, schlankes und elegantes Musiksystem geschaffen, das alles Wichtige im Hintergrund erledigt und dem Nutzer ohne großes Zutun ein optimales Klangergegnis präsentiert. 

 

Die Kii Three bereichert die Lautsprecherwelt mit einem außergewöhnlich präzisen Werkzeug. Die konzeptionelle Ausrichtung begünstigt die problembehaftete Ausbreitung tiefer Frequenzen im Raum wesentlich. Die überzeugende Feindarstellung von Details kommt einer Entdeckungsreise gleich. Ob dieses Verhalten jeden audiophilen Enthusiasten begeistern kann? Es scheint mittlerweile so zu sein, dass der echte Musikliebhaber die Aufnahme tatsächlich auch so hören möchte, wie sie vom Tonmeister gemeint war (siehe die Diskussion um das MQA Format). Dieser Lautsprecher erzählt alles und schummelt nichts dazu. Ausgezeichnete Arbeit! 

 

Wenn Sie Musikliebhaber sind und den bestmöglichen Klang in einem kleinen, attraktiven Gehäuse haben möchten, dann sind Sie hier genau richtig. Die Kii Three ist eher ein Lautsprecher für Musikliebhaber als den typischen Audiophilen. Die Kii Three bittet Sie um nichts anderes, als sich hinzusetzen und zuzuhören. Das Hauptziel, unkompliziert und ohne räumliche Einflüsse Musik zu hören, übertrifft die Kii Three noch. 

 

Die Kii Three ist die Wahl des Pragmatikers - Audio, das für modernes Wohnen und Hören gerüstet ist. Lifestyle und Audiophilie heiraten endlich.  

 

Die Kii Three ist High-End-Substraktion: Als Gegenleistung dafür, dass Sie erkannt haben, dass die technischen Fähigkeiten der Entwickler besser sind als Ihre, nimmt Kii Ihnen Lautsprecherkabel, Verstärker, DAC und jegliche Aufwände, sich um akustische Herausforderungen zu kümmern. 


Frequenzen aus Mittel und Hochtöner bewegen sich im Großen und Ganzen nur in Richtung des Zieles eines Lautsprechers. Tiefe (Bass)frequenzen dagegen strahlen in alle Richtungen, sie sind sehr schwer zu bändigen. Das Ergebnis gewöhnlicher aktiver oder passiver Lautsprecher ist, dass Zuhörer die tieferen Töne nicht nur einmal, sondern zweimal hören: Den Grundton und dann später seine Reflexion von den Wänden vorne und an der Seite. Der Bass klingt gezwungenermaßen diffus, klumpig und die Klarheit im Mitteltonbereich wird gestört. Dagegen kann man nichts tun. Es hilft auch nicht, die Box weiter von der Wand weg zu positionieren. Zwar wird der Frequenzlauf im Bassbereich hierdurch linearer, aber die Impulsantwort verschlechtert sich, da der zeitliche Abstand zwischen Direktschall und Reflexion immer größer wird. 

 

Zur Lösung dieses realen Reflexionsproblems nutzt die Kii Three die künstliche Zeitverzögerung. Man zögert den Direktschall von der Wand so lange heraus, bis die seitlichen und hinteren Klangemissionen aufgeholt sind. Durch diese Phasenauslöschung wird ein gleichförmiges Zeitverhalten rund um den Lautsprecher herum erreicht und Wände haben keinen Einfluss mehr auf das Abstrahlverhalten. Technisch verfügt die Kii Three hierzu über einen Onboard DSP (digitaler sound processor) für die jeweils zwei rückwärtigen und seitlich abstrahlenden Treiber, der seitwärts und rückwärts gebundene Frequenzen beeinflusst:  Tiefe Frequenzen, die ansonsten auf die Vorher- oder Seitenwand treffen würden und dann zurück in den Raum reflektieren werden verzögert und ausgelöscht. Man spricht hier von einer Nierencharakteristik: ein Rückgang der Menge an niederfrequenten Informationen, die seitlich oder auf die Rückseite des Lautsprechers gerichtet sind. Und damit ein Rückgang der reflektierenden Interferenzen.  

Der klangliche Effekt ist ein äußerst gleichmäßiger und ungewöhnlich detaillierter Bass. Selbst in akustisch problematischen Räumen hat die Bassdrum jetzt den körperlichen Druck von sehr großen oder sogar in die Wand eingebauten (und damit reflexionslosen) Lautsprechern. In der Mitte des Raumes wird daraus eine Klangbühne von der Größe eines Hauses, mit echter, ehrlicher Tiefe. Ein beeindruckendes Ergebnis. 

In einigen grundlegenden Punkten ähnelt die Technologie des beschriebenen Active Wave Focusing dem was die BeoLab 90 von Bang & Olufsen versucht. Die mit 88.000 Euro den Preis von acht Kii Three Lautsprechern kostet.  

Jeder einzelne aus einem speziellen Verbundstoff* bestehende Kii Three Lautsprecher hat sechs eingebaute Treiber. Zwei nach vorne, zwei zur Seite sowie zwei nach hinten abstrahlend. Jeder einzelne dieser Treiber verfügt über einen eigenen DSP Prozessor, Digital-Analog-Wandler und eine eigene nCore Endstufe von Hypex mit 250W. Somit verfügt ein paar Kii Three über die Leistung von insgesamt 3000 Watt und ist von Haus aus in der Lage jegliche Hi Res Aufnahmen abzuspielen. 

Die digitale Signalverarbeitung (DSP) ist von einer normalen analogen Frequenzweiche in etwa so weit entfernt, wie ein VW Käfer von einem Tesla Model S. Die Reflexion, ebenso wie die Position an verschiedenen Stellen, veranlassen den DSP zu einem Eingriff ins Timing des Signals. Dabei wird die Energieabgabe im Raum durch bewusstes Gegensteuern so verändert, dass die Musik nicht an unnötigen Stellen im Raum verloren geht, sondern fokussiert nach vorne geleitet wird. 

Dieser Vorgang führt im Betrieb zu einem enorm druckvollen und lebendigen Klangerlebnis. Die Kii Three schafft es durch ihre intelligente Arbeitsweise, den Hörer praktisch mit Musik zu umschließen. Eine riesige Bühne wird von den eigentlich recht kompakten Boxen aufgebaut und zieht einen sofort in das Geschehen hinein. 

Definiert präsentieren sich Schlaginstrumente aller Art und wirken so besonders kräftig und dynamisch. Gleichzeitig spielt die Kii Three aber transparent, bleibt offen und lässt die Komponenten nicht verschwimmen, sondern sehr gut im Raum positionieren. 

Gehäusegröße und möglicher Schalldruck bei allen Frequenzen des Hörspektrums stehen in einem fast absurden Verhältnis zueinander. 

 

*das gleiche spritzgegossene Polymer, aus dem vom gleichen Unternehmen die KEF Blade Lautsprecher bestehen.


Der Klang der Kii Three im Test

Der wahnsinnig direkte, dynamische Sound der Kii Three überzeugt praktisch ab der ersten Note. Sie heben nicht nur einen Schleier von der Musik ab, sie entfernen einen dicken schweren Mantel. 

 

Eine leichte Anhebung im Bass ermöglichte mir die beste Leistung, die ich in meinem Wohnraum jemals gehört habe. Sie haben unzählige klangliche Möglichkeiten zu erschließen. Das Ergebnis ist unglaublich sauber, schnell und dynamisch. 

 

Die Art und Weise, wie die Kii Three so explizit Audio-Details präsentiert, hat den Charakter des Hörens mit einem Kopfhörer. Stellen Sie sich den Klang eines wirklich guten Kopfhörers vor, löschen Sie dann die Unannehmlichkeiten des Tragens und ersetzen Sie den "inside the head" Effekt durch Audio, das sich in scharfem Fokus vor Ihnen ausbreitet. 

Das ist der Trick, den die Kii Three beherrscht. Ich habe noch nie etwas gehört, das so geschickt darin ist, die Elemente eines Mixes zu trennen und genau das zu enthüllen, was vor sich geht. Faszinierend und süchtig machend. 

Und nicht nur im Nahfeld zeigt sich dieser Effekt. Auch im Raum behält die Kii Three ihre Qualität und ist in der Leistung deutlich konstanter als herkömmliche Lautsprecher. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies, dass der Raum weitaus weniger Einfluss auf den Klang der Lautsprecher hat, als dies normalerweise der Fall ist. 

Mit jeder altbekannten CD die ich einlege, höre ich etwas Bedeutendes, was ich vorher so nie bemerkt oder geschätzt hatte. Die Rezensionsperiode wurde zu einer ununterbrochenen Raserei von "ich frage mich, wie das wohl klingen wird". 

 

Nur wenige von uns sind in der Lage zu erkennen, wie konditioniert wir durch Raum-Bassinterferenzen sind. Wir haben unsere Musik noch nie gehört, ohne dass diese Probleme beseitigt wurden - wie mit der Kii Three. Wir haben keine echte Referenz. Obwohl ein Premium-Kopfhörer-Setup sehr aufschlussreich für den Kontrast wäre. Dennoch würde es uns nur aufzeigen, dass wir Lautsprecherprobleme haben, nicht, wie sie in Wahrheit klingen würden. In diesem Raum, der nicht dein Kopf ist. Der Grad der Interferenzen hängt natürlich von der jeweiligen Einstellung ab. Im Allgemeinen leiden Kunden mit dem sprichwörtlichen "zu viel Lautsprecher für den Raum" am schlimmsten. Sie wissen es, weil es so offensichtlich ist. Aber auch diejenigen mit relativ gutartigen Raum-Lautsprecher-Kombinationen sind betroffen.

 

Tatsächlich fand ich die Fähigkeit der Kii Three, das Gefühl einer einzigen pulsierenden Luftsäule zu vermitteln, statt eines scheinbar lauteren, aber diffuseren und wahllosen Knurrens, einzigartig. Es ist die Art von Leistung, die in einem typischen Hörraum nicht möglich ist und für die man sich normalerweise an einen gut platzierten, gut abgestimmten Subwoofer wendet. 

 

Der Vergleich der Kii Three mit normalen Lautsprechern ist schwierig. Letztere werden wesentlich durch ihre Räume und Platzierungen beeinfluss, selbst bei Einsatz zusätzlicher raumakustischer Maßnahmen mit externen DSP Geräten. Die Kii Three sind mehr als konkurrenzfähig mit allen Lautsprechern, die ich in meinem Hörraum gehört habe. Konkret: Sie produzierten eine größere Klangbühne und mehr Transparenz im Mitteltonbereich als die Focal Sopran No 3 (18.000 Euro). Wenn ich die Dirac Live Entzerrung verwende, um den Klang des Raumes zu korrigieren, klingen meine aktuellen Referenzlautsprecher, die Bowers & Wilkins Diamond 802 D3 (22.000 Euro) nicht viel anders als die Kii Threes. Aber die Dirac-Korrektor sorgt bei den B&W für einen kleineren Sweetspot. Ohne Dirac sind die 802 D3 in den Höhen etwas heller und haben im Oberbass durch Platzierung und Raumakustik nur wenig Wärme. Der hörbare Effekt einer Dirac Live Kalibrierung bei den Kii Three war unerheblich.

 

Das akustische Abstrahlverhalten im normalen Wohnzimmer lässt den Hörer sofort eintauchen in das musikalische Erlebnis einer guten Aufnahme. Und zwar spürbar besser als jeder klassische, passive Lautsprecher es vermag. 

 

Ein unbestreitbarer Vorteil der stark reduzierten Bass-Interaktionen mit Wänden und Ecken ist eine "unklumpige" und klare Ansprache auch weit außerhalb der Hörachse. Ein überlegter Aufbau herkömmlicher Lautsprecher kann die Auswirkungen von Reflexionen auf den Sweetspot herabsetzen. Möglicherweise wird der Sweetspot sogar zwei oder drei Stühle breit. Allerdings wird diese Linearität sehr of durchbrochen, wenn man sich aus dem idealen Hörbereich herausbeuget. 

Mit der Kii Three kann das Zuhören buchstäblich zu Fuß erfolgen, indem man sich frei im Raum bewegt, ohne auf die sehr typischen Probleme von Hot Spots an verschiedenen Orten zu stoßen. Die Kii Three liefern die besten Ergebnisse, die ich bisher in diesem speziellen Raum hatte. Und das mit ziemlich viel Abstand. 

 

Jede tiefgehende, auf Basis tatsächlicher Erfahrungen basierende Diskussion der Kii Three beginnt immer im Bass-Segment. Hier grenzen die Möglichkeiten dieser kompakten Box an das Absurde. Incroyable! Es ist nicht nur das Ausmaß, sondern die gesamte Bass-Qualität. Denken Sie an Raumschiff Enterprise und gehen Sie dorthin, wo die meisten noch nie waren. Offensichtlich handelt es sich dabei um einen kleinen, nicht großen Tieftöner: er ist schnell, sauber, druckvoll und sehr kontrolliert. Es ist keine Referenz für übertriebene Luftverdrängung, dieser Status gebührt 20" Tieftönern mit offener Blende. Aber im Vergleich dazu passen die Kii Three in jede Wohnsituation und benötigen keine Elektronik.  

 

Ich saß erst in der Mitte und bewegte mich dann auf einen äußeren Sitz, um die totalen Gleichgewichtsverschiebungen zu überprüfen. Nichts änderte sich. Was ich hörte, war ein riesiger Sound. Nicht in einer homogenen PA-Beschallungsweise. Sondern in einer richtig ausgearbeiteten, gut differenzierten, audiophilen Art und Weise. Mit erstaunlicher Tiefe. Vergessen Sie einen Subwoofer, weder erforderlich noch erwünscht. Obwohl es aufgrund der zierlichen Gehäusegröße sicherlich vorgefasste Meinungen gibt, sind dies wahre Fullrange-Performer für normale Räume. Ich würde sogar erwarten, dass die Bewohner von 75 Quadratmeter großen Wohnzimmern mit den Kii Three vollkommen zufrieden sein würden. Ich weiß, dass ich es wäre. 

 

Die traditionelle Art der subjektiven Analyse, die wir Lautsprecherkritiker standardmäßig verwenden (die Klangbalance zu beschreiben und ein Urteil über die Kompetenz des grundlegenden Frequenzbandes eines Monitors abzugeben) ist mit der Kii Three irgendwie sinnlos: 

Denn sie klingt so transparent und erzeugt einen so fundamental glaubwürdigen Klang, dass Gedanken an "dumpf" oder "hell" irgendwie überflüssig erscheinen. Die neutrale Balance (mit viel Anpassungspotential) und die Bandbreite werden von einem solchen Gefühl realistischer Klarheit, Bildgebung, Dynamik und Detail dominiert, dass man fast vergisst, dass es einen Lautsprecher zwischen einem selbst und der Musik gibt. 

Natürlich gibt es andere Monitore, die ähnliche Klarheits- und Detaillierungsgrade anzeigen können - aber dies tun sie nur über bestimmte Bandbreitenbereiche hinweg. Ein Gerät, dass z.B. einen großen, informativen Mitteltonbereich hat, könnte anderswo nicht ganz so gut sein. 

Die Kii Three ist ein äusserst seltenes Tier, das sich von 20Hz bis weit über die Hörbarkeit hinaus als außergewöhnlich erweist. 

 

Klarheit und Kohärenz, sowie die Wahrnehmung von Tiefe und Höhe des Klangfeldes und die Platzierung der Bilder im Inneren waren einfach großartig. Mit der gewählten Einstellung aus der Kii Control bekam ich einen Bass von Qualität und Quantität und eine Klangpräsentation, die man sich bei geschlossenen Augen nur aus wesentlich größeren Lautsprechern vorstellen konnte. Die Höhen hatten reichlich Luft und Ausdehnung und der alles entscheidende Mitteltonbereich hatte ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Tastbarkeit. Vor allem wurde der Fluss der Musik nicht beeinträchtigt oder in irgendeinem Grad behindert, der den Genuss beeinträchtigte. 

 

In diesem großen Freiraum hätten die Kii Three nach ein wenig Experimentieren mit dem Niveau der Bassanpassung (die unvergleichlich variabel möglich ist) einen wieder einmal täuschen können: nämlich, dass es sich um eine große Standbox handelte. Das fiktive "gleichseitige Dreieck" der Lautsprecher zur Hörposition ist größer als bei allen anderen Lautsprechern, die ich in dieser Umgebung eingesetzt hatte. Sie spielten laut, tief und ausgedehnt und begannen in diesem eher feindlichen Umfeld mit dem Musikmachen. 

 

Die meisten Musikliebhaber, die ich kenne, hören entweder in ihrem Wohnzimmer oder in einem ähnliche großen Raum. Was die Kii Three so cool macht ist, dass sie so optimiert sind, dass sie dank der integrierten Möglichkeit zur Raumkompensation in einer Vielzahl von Aufstellungen hervorragend funktionieren. Die bequeme Feinabstimmung über die Kii Control lieferte die beste Basswiedergabe, die ich je von einem kompakten Monitor in meinem Esszimmer gehört habe. 

 

Umso mehr überraschte uns auf Anhieb die phänomenale Tiefenwiedergabe der Kii Three. Ein Lautsprecher dieser Gehäusegröße, der wie dicke Pötte in der Wand klingt, das hätte ich wahrhaftig nicht erwartet. Gleichzeitig stellte sich eine extreme Kontrolliertet des Tieffrequenzbereichs ein, die Tonlagen ebenso offensichtlich wie präzise Tiefenimpulse erkennbar machte. Absolut großartig. 

Hinter den Kii herrscht tatsächlich nahezu Ruhe im Grundtonbereich. Das, was man sieht, steht in krassem Gegensatz zum Klangbild in den Tiefen: Druckvoll, bis 20Hz ohne Beschränkung heranreichend, auch bei sehr großen Hörpegeln bleibt das Kii Three System kontrolliert, transparent und offen. 

Ich kenne keinen Lautsprecher, der auch nur annähernd an dieses Tiefenvolumen heranreichen könnte. Dabei hört man eben nicht nur einen "dicken, wolkigen" Bumms, sondern ein sauber gestaffeltes Bild aller tiefen Töne. 

Diese Präzision setzt sich in den mittleren und hohen Frequenzbereichen fort: Klare, ungefärbte Mitten, unangestrengte, "richtige" Höhen, extrem saubere und schnelle Transienten, tiefe Räume , ein scharfes Stereo-Image und Lokalisierungspräzision. Hier passt wirklich alles. 

 

Im Kontrast zwischen Produktion und Hörgenuss stellt sich immer wieder die Frage, ob ein Lautsprecher zu Hause auch eine mäßige Musikaufnahme verschönern und zum besonderen Erlebnis machen sollte, oder ob man dem Hörer die Aufnahme so zumuten darf, wie sie tatsächlich klingt. Der Idealfall ist natürlich, beide, Toningenieur und Musikhörer, erleben das Gleiche. Wenn beide "richtig" hören, ist eine gemeinsame Grundlage geschaffen, die eine Kommunikation auf Augenhöhe ermöglicht. Die Unterschiede zwischen der Raumakustik in einem kontrollierten Abhörraum oder dem heimischen Wohnzimmer werden sich jedoch nie gleichziehen lassen, weshalb die Idee, den Lautsprecher für Raumeinflüsse unempfindlicher zu machen, einen wichtigen Schritt zum Hörideal darstellt. 

Muss die Geschichte neu geschrieben werden? Gedanken über die  Hifi Welt und die Kii Three

Wie ändert sich das musikalische Leben mit der Kii Three? Es fügt eine neue Qualität hinzu: vorhersagbare, wiederholbare Leistung. Das ist wirklich die wichtigste Eigenschaft, die ein Lautsprecher haben sollte, aber nur wenige tun es. In der Hifi Kette entgeht das Signal den eng begrenzten elektrischen Schaltkreisen, um sich dem sprichwörtlichen Wilden Westen unbekannter Akustik, Platzierung und willkürlicher Verstärker-Alternativen zu stellen, deren Impedanz-, Leistungs- und Verzerrungsverhalten in Kombination mit Lautsprechern ideal sein kann oder auch nicht. Die Folgen für den Käufer sind gravierend. Eine beeindruckende Vorführung oder Demo beim Händler kann sich nicht wiederholen, sobald ein Lautsprecher in einem gewöhnlichen Wohnzimmer installiert wird. Mit anpassungsfähigen DSPs, untrennbaren leistungsoptimierten Verstärkern und einer Klangverbreitung, die Wände entfernt um die Akustik jedes Raumes virtuell umzugestalten reist die Performance der Kii Three überall hin. 

 

Wenn die Entwicklung in der Hifi Technik der Vernunft und der Technik folgen würde, nicht dem Übermaß an zyklischen Modetrends, dann sollte die Kii Three in einigen Jahren der Vater solch umfassender Lösungen sein. Der Lautsprecher, der den Weg geebnet hat, das Original, der Leithammel. Sollte es die einzige Ausnahme bleiben, würde es noch zukunftsweisender und bahnbrechender werden, als es ohnehin schon ist. 

 

Wo die Kii Three über alles hinausgeht, ist die umfassende Anpassbarkeit: Nierencharakteristik bis in den Mitteltonbereich, um allgegenwärtige Setup-Probleme auf einen Schlag zu beseitigen. Wenn Ihr zynisch-besseres Selbst glaubte, dass nichts wirklich Neues im Bereich der Verbraucher-Hifi geschieht, werden Sie nun eines Besseren belehrt: Angesichts der Existenz der Kii Three würde es einfach bedeuten, das Sie in letzter Zeit nicht genau genug aufgepasst haben. Um uns das zu geben, was die Zukunft sein sollte, ist die Kii Three das beste und allein stehende Beispiel. Was für ein großer Schritt nach vorn im intelligenten Lautsprecherdesign des 21. Jahrhunderts. Es nutzt tatsächlich die heutigen Möglichkeiten, anstatt die Technologie des letzten Jahrhunderts in immer neue und teurere Klamotten zu packen. 

 

Purismus ist so eine Sache. Sicher kann man es lobenswert finden, wenn sich jemand komplizierten Vorgängen versagt, um etwas möglich "natürlich" zu tun oder zu erleben. Gerade im Hifi Bereich gibt es unzählige Leute, die stundenlang darüber diskutieren können, dass einzig Weglassen zu positiven Ergebnissen führt. Ursprünglich, unverfälscht, authentisch soll alles sein. Ein interessanter Ansatz, doch erkauft man sich diese Ursprünglichkeit immer mit zusätzlicher Arbeit und dem Verlust von Komfort. Auch ich fahre unheimlich gerne alte Autos, bin verbunden mit der Technik und habe so einen direkteren Bezug zum Fahren an sich. Dennoch bin ich froh, dass mein neuer Wagen Dinge wie ABS, Servolenkung, Klimaanlage und besonders eine elektronische Motorsteuerung und ein Traktionsmanagement hat.

Technologie hat uns weitergebracht als jede andere Spezies zuvor. Warum soll man sie also nicht nutzen, um alle Bereiche des Lebens zu verbessern? Besonders um Audiobereich sind mit neuer Technik Dinge möglich, die mit alten Methoden nur mit enormem Aufwand möglich oder einfach nicht denkbar wären. Kii Audio setzt genau hier an und setzt in der Kii Three moderne Technik ein, um Aktivlautsprecher in ein neues Zeitalter zu heben. 

 

...Hinzu kommt die Unvorhersehbarkeit der Schnittstellen zwischen passiven Lautsprechern und Verstärkern, DACs, Quellen, Kabeln, etc. bei denen es dem Endanwender überlassen bleibt, sie zu konfigurieren. Ich würde mich nicht sehr weit trauen, wenn ein Autohersteller mir erlaubt mein nächstes Auto aus einer 10.000 Artikel langen Liste von Motoren, Bremsen, Aufhängungen, Kontrollsystemen und Karosserien zu konfigurieren. Umgekehrt sollte ich, wenn ich einen qualifizierten Toningenieur zu 100% haben wollte, ihm die volle Kontrolle über die gesamte Thematik geben.

 

Es ist sicherlich auch fair zu sagen, dass unsere liebe Hifi Industrie im Großen und Ganzen unser Stückwerk von separaten Baustellen liebt. Denn je näher die Perfektion eines Hifi Produktes rückt, desto länger wird sein Besitzer damit leben. Ein perfekt abgestimmtes und integriertes Produkt, welches auch noch die Ausbreitung tiefer Töne in schwierigen Räumen beherrscht sollte eine perfekte Langzeitinvestition sein.

 

Lassen Sie die wahren Ingenieure ihre Arbeit tun. Die Kii Three ist eine speziell entwickelte, schlüsselfertige Lösung. Schließen Sie eine Quelle an, sagen Sie dem Lautsprecher ob er links oder rechts steht, starten Sie die Musik - erledigt. Es gibt keinen An oder Ausschalter, das geht alles automatisch. Natürlich können Sie sich nun noch mittels der Einstellungen den idealen Hörraum zaubern - ja richtig: der Raum kommt mit :-) Das ist praktisch unbezahlbar.  

Mit der Kii Three kehrt Normalität in das High End Wohnzimmer ein.

Die audiophile Reise beginnt in der Regel mit einem Paar Lautsprechern. Dann ein Leistungsverstärker, der die Lautsprecher auf ihr volles Potential bringt. Dann ein Vorverstärker zur Quellenwahl und zur Einstellung Lautstärke. Alternativ bringt ein integrierter Verstärker sowohl Vor- als auch Endstufe unter ein Dach. 

 

Ein digitaler Zuspieler bzw. Quelle benötigt einen Digital-Analog-Wandler (DAC), der qualitativ einwandfrei digitale Signale in analoge umwandelt. Der Ausgang eines Plattenspielers hat eine niedrigere Spannung als der eines DAC und benötigt daher eine Phonovorstufe, um das Signal auf einen Pegel zu verstärken, mit dem der Vorverstärker und dann der Leistungsverstärker arbeiten können.

 

Als nächstes folgen Kabel jeglicher Art: Lautsprecherkabel, digitale und analoge Kabel - alle in einer Qualität, die passt und tadellos ist. 

 

Das war noch nicht alles. Die Optimierung der Klangqualität erfordert, das der Raum, in dem sich das System befindet, akustisch behandelt wird oder eine digitale DSP Korrektur durchgeführt wird. 

 

Die Mehrheit der Zuhörer hat nicht den Luxus eines dedizierten Hörraumes, aber das hindert den durchschnittlichen Aufbau bei Demos und Messen nicht daran, die Nase in moderne Wohnpraktiken zu stecken. Die Installation eines Audiosysteme - zahlreiche Metallboxen und Drähte, Bassfallen und Absorberplatten - stört die Ästhetik des Wohnzimmers ungemein. 

 

Selbst für den ungezwungenen Betrachter bedeutet großartiger Sound, dass er einen beträchtlichen physischen Eingriff in den Wohnraum vornimmt. Das ist die Botschaft, die von High End Audioshows vermittelt wird.

Könnte dies möglicherweise eine größere Eintrittsschranke des Verbrauchers sein?  


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