Europa klingt gut

Atoll IN200 Signature, Atoll DR200, Amphion Argon 7LS, QED Silver Anniversary

Budget: 8.200 Euro

Made in Finnland & Frankreich, Klang in Portugal.   

 

Wenige Menschen in Deutschland wissen, dass in Finnland und Frankreich ganz fabelhafte Hifi Produkte gebaut werden. Diejenigen Musikfreunde, die gleichzeitig auch Kunden von Stereofluss sind, gehören dazu. Und so kommt es, dass in diesem Falle eine finnisch-französische Stereoanlage in das portugiesische Ferienhaus einzieht. Dort löst sie eine Stereoanlage ab, die ganz typisch für die späten 80er Jahre war.  

 

Der Raum ist mit 60qm nicht klein, die Deckenhöhe mit Galerie sorgt für Luft. Da müssen größere Lautsprecher mit viel Kontrolle die Arbeit verrichten. 

 

Die finnischen Amphion Argon 7LS mit der D'Appolito Anordnung ihrer 3 Chassis ordnen den Klang, spielen ihn optimal gerade heraus und verhindern, dass er zu sehr umherweht. 

 

Der integrierte Verstärker IN200 Signature von Atoll aus Frankreich hat wirklich Kraft und ein tadelloses Netzteil, so dass die Lautsprecher ihre Dynamik auch wirklich ausspielen können und die Frequenzen nicht verrückt spielen. Von Haus aus mit rein analogen Eingängen versehen, entschlossen wir uns ihn mit den optionalen Digitaleingängen nebst Bluetoothempfänger zukunftsfähig zu machen.

Quellen sind einerseits der passende CD-Spieler DR200 und andererseits ein Technisat Satellitenempfänger für heimisches Radio. 

 

Insgesamt ein tolles, klassisches Ensemble, für dessen ausgezeichneten Klang auch sehr viel tiefer in die Tasche gegriffen werden kann. Vielleicht ist es daher von Vorteil, dass diese Produkte nicht für viel Geld bekannt gemacht werden :-) 

Unkompliziert, Ultramodern, Unerreicht

Dynaudio Focus 30 XD, Audiolab 6000CDT, Dynaudio Connect

Budget: 8.300 Euro

Alles drin, alles dran.   

 

Eine wunderschöne Gründerzeitvilla mit einem sehr geräumigen, in zwei geteiltem Wohnzimmer. Ein Raum mit Sofa, TV und Surroundsound. Ein Raum mit Sofa und Kamin und Musik.

 

Die Musik konnte nie überzeugen, lagen die Regallautsprecher doch auf dem Fußboden und waren mit ewig langen Kabeln an den Surround Receiver angeschlossen. Bedienung schlecht. Klang schlecht. Kaminabende nur mit viel Wein genießbar.

 

Eine einfache, überzeugende und alles andere als übergriffige Lösung sind die aktiven und kabellosen Standlautsprecher von Dynaudio: Focus 30 XD. Wunderschöne, skandinavisch schlichte Handarbeit mit einem überaus intelligenten und kraftvollen Innenleben. Sie passen sich unkompliziert der schlichten Eleganz des Raumes an und erfordern zum Anschluss lediglich jeweils eine Steckdose.

 

Die Quelle ist einerseits ein edler CD-Spieler von Audiolab und anderseits ein Streaminganbieter, der zunächst über Bluetooth gespielt wird. Der Clou: Die Verbindung zwischen CD-Spieler und Lautsprechern erfolgt ebenfalls kabellos - so dass die Geräte wirklich stehen können, wo sie hinpassen. Ganz wichtig, wenn die Stereoanlage nicht unbedingt das Herz des Raumes darstellen soll.  

 

Eine unerreicht komfortable und moderne Lösung, um ohne übergriffige Abspielgeräte in tadelloser Qualität Musik zu genießen.  

Oldschool - Newschool - Homeschool.

Bluesound Powernode, Bluesound Flex Node, Dynaudio Emit 20

Budget: 2.300 Euro

Mobil & Modern.   

 

Homeschooling ist im Jahr 2020 eine Herausforderung für die es zur Überraschung vieler auch Lösungen gibt.

 

Mobil arbeiten ist das eine. Anschließend möchte man auch guten Sound mobil erleben.

Und wenn man schon dabei ist, der Klang im Wohnzimmer hat im Vergleich zur Mini-Kompaktanlage auch deutlich Potential nach oben.   

 

Eine Lösung für beide Aufgaben ist der Powernode Verstärker von Bluesound aus Kanada. Er bietet einerseits die Möglichkeit "normale" Lautsprecher anzuschließen. Gleichzeitig jedoch können die vielen WLAN-Lautsprecher aus dem Portfolio von Bluesound ebenfalls eingebunden werden. So dass die Musik immer dort erklingt, wo man möchte. In diesem Falle in der Küche, auf der Terrasse und im Wohnzimmer. Bei Kombination auch in Stereo.

 

Und bei Verwendung der praktischen Akkus auch komplett mobil.

Gesteuert ganz einfach über die App oder Airplay 2. 

 

Bluesound ist eine Tochter der Hifi Legende NAD und bietet seit vielen Jahren hochqualitative Lösungen für Streaming-Verwöhnte. 

 

Diese Kombination ist eine in vielerlei Hinsicht zukunftsfähige Lösung mit einem soliden Grundgerüst. Das sie überall super klingt, ist selbstverständlich. 

Rammstein zur Teatime.

Qacoustics 3050i, Audiolab 6000A, QED Performance

Budget: 1.650 Euro

Gut & Günstig gibt es auch im Hifi.   

 

Ein norddeutscher Kunde mit viel Platz wollte die in die Jahre gekommene Stereoanlage durch etwas Zeitgemäßes abseits der bekannten Wege ersetzen. 

 

Sehr preisbewusst und doch auf Qualität achten? Da kommt man um die britische Marke Qacoustics nicht herum. Entwickelt mit deutscher Unterstützung in England, wird in hochmodernen Produktionsstraßen in China die Skizze zum Lautsprecher. Tadellos verarbeitet bis ins Detail, sind die 3050i Standlautsprecher auch klanglich zu großem fähig. Ein dynamischer Umfang, der auch  schwierige Musik wie etwa tendenziell überproduziertem Heavy Metal von Rammstein gut abbildet ;-)

 

Die passende Verstärkung übernimmt der Audiolab 6000A. Ein überaus großzügig ausgestatteter Verstärker mit ordentlichem Netzteil für langen lauten Spaß. Digitale und analoge Eingänge - auch für den Plattenspieler. Dazu Bluetooth, um unkompliziert zu streamen. 

 

Ach, und wenn der doch sehr große Raum nach noch mehr Tiefe ruft, kann über den Pre Out Ausgang jederzeit ein Subwoofer angeschlossen werden. Die Zukunftsfähigkeit dieses Gerätes ist einfach toll. Wer weiß, was in den nächsten Jahren noch alles angeschlossen wird... der Fernseher für das Bundesliga Top Spiel der Woche? Ein Computer? Das alte Kassettendeck?  

 

Diese Stereoanlage ist der perfekte Einstieg in die Klangwissenschaft, liebe Konfirmanden. Oder Familien. Oder, oder, oder...  

Musik aus der Wolke, ohne Regen.

Lumin T2, Innuos Zenith Mk3, Roon Nucleus

Budget: 1.500 - 3.400 - 4.500 Euro

3 Möglichkeiten, richtig gut zu streamen.  

 

Drei Kunden mit ganz unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen:

 

Einer beginnt mit dem Streaming wie ein 4-Jähriger das Radfahren lernt.

Der nächste ist erprobt, besitzt jedoch eine Hifi-Kette, die ein gehöriges Ungleichgewicht aufweist.

Ein weiterer steigt von "ganz gut" auf High End um.

 

Wenn, wie so oft im Stereofluss-Kundenkreis, die Gelegenheiten Musik zu hören wieder zunehmen, geht es auch darum, die neuen Möglichkeiten einzusetzen. Ist man zudem beruflich im Softwarebereich beheimatet, sind fortgeschrittene Oberflächen und Komfort entscheidend. Was liegt näher, als den McIntosh Verstärker und die Piega Säulen mit einem Roon Nucleus als Quelle zu ergänzen. Roon ist ein New Yorker Softwareunternehmen, welches im Bereich digitaler Musik die Quadratur des Kreises zustande gebracht hat und damit inzwischen einen "unfair advantage" besitzt. Das Produkt dient der umfassenden Bedienung. Und der Nucleus ist praktisch ein Beiwerk, ein Streamer, der die Software bestmöglich zum Laufen bringt. Gerippte Musik wird intelligent mit der von Streamingdienstleistern gelieferten vereint. Dazu sind Multiroom und Klangoptimierung nur zwei von vielen Dingen, die Teil eines permanenten Innovationszyklus sind. Eben typisch für moderne Software.  

 

Wenn Martin Logan Elektrostaten und eine hochspezielle Endstufe bisher von einem Streamer-DAC der 100-Euro-Klasse gefüttert werden, dann könnte man auf die Idee kommen, dass hier Optimierungsbedarf besteht. Und so ist es: Letztendlich fällt die Entscheidung auf eine würdige Quelle in Form des Lumin T2 Streamers mit High End-DAC. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Erreicht durch ein Stück Hardware, welches in dieser Kombination derzeit unerreicht ist. 

 

Der Dritte im Bunde ist mit den Kii Three schon dort, wo klangtechnisch das Optimum erreicht ist. Nachdem dies verdaut war, stand die Entscheidung für eine bessere Digitalquelle an. Ein DAC war aufgrund der in den Kii verbauten 12 Exemplare nicht notwendig. Da es aber eine Menge CDs zu rippen gab und die Plattformunabhängigkeit durch den Einsatz der auf dem Innuos laufenden Roon Software Voraussetzung war, fiel die Wahl auf den Zenith Mk3. Das portugiesische Entwicklerteam beschäftigt sich mit dem Klang digitaler Quellen wie kaum jemand sonst in der Industrie. Störungen werden akribischst untersucht und dann beseitigt wo es nur geht. Angefangen beim Netzteil bis zur Dämpfung der Füße. Ein tolles Team, diese Gerätschaften. 

 

Vielleicht eine Inspiration für die Leser? Mit Sicherheit empfehlenswert :-)  

Kontrolle! Ihre Monos, bitte.

audiolab 8300MB, 8300CDQ, Project Phono Box DS

Budget: 3.800 Euro

Kontrolle für die Koaxe.  

 

Ein Liebhaber selbstgebauter Spezialitäten hat sich vor einigen Jahren ein tolles Paar Lautsprecher gegönnt. Riesige Trümmer, mit ganz kleinen Koaxial-Chassis vorne und monströsen Tieftönern an den Seiten (in diesem Thread verewigt: https://old-fidelity.de/thread-1554.html).

 

Bespielt wurden sie über einen etwa 25 Jahre alten Onkyo Verstärker, der zunehmend an Kraft und Wonne verlor. Und auch der Besitzer verlor an Kraft und Wonne, den Onkyo alle paar Jahre von anderen Liebhabern auffrischen zu lassen.

 

Angeschlossen waren eine ganze Menge analoger und digitaler Quellen: Super 8 Projektor, Plattenspieler, iMac, Playstation, Apple TV, CD Spieler und vieles mehr. Wobei der Onkyo digital natürlich noch nicht in analog wandeln konnte. Diese Aufgabe übernahmen verschiedene, sehr günstige Wandler, die irgendwo im Kabelsalat hinten im Regal ihr Leben fristeten. 

 

Die Idee war, den Lautsprechern mal etwas richtig Feines zu spendieren und zu prüfen, ob das auch wirkt. Mit den 8300MB Monos von Audiolab hat man mehr als genug Kraft, diese großen Partner zu kontrollieren. Aber viel hilft manchmal ja viel und so ist es auch hier. 

Als Vorstufe haben wir den Audiolab 8300CDQ gewählt und ihn per hochwertigem XLR Kabel von QED angeschlossen. Der 8300 CDQ ist ein CD Spieler mit einem zusätzlich wirklich exzellenten DAC sowie - und das ist der Unterschied zum 8300CD - analogen Eingängen. Plus: Der notwendigen Lautstärkeregelung.

Der Computer wurde per USB angeschlossen, der Plattenspieler analog über eine potente Pro-Ject Audio Phono Box DS Vorstufe, Apple TV, Playstation etc. über einige der vielen digitalen Eingänge. 

Eine Trigger-Verbindung der Audiolab Geräte sorgt für einfaches An- und Ausschalten mit einem Tip auf die Fernbedienung.

 

Und nun zeigte sich etwas ganz Besonderes: die Kombination sorgt für all die schönen Dinge, die man so in Hifi Zeitschriften über exzellente Stereoanlagen liest. Selbst die schwierigsten Kompositionen können mit Leichtigkeit und absoluter Kontrolle gespielt werden.

Mission erfüllt!

Wenn jetzt der Vintage Dual noch ein neues System bekommt und Tidal Hifi mit MQA den Apple Music Stream ablöst... da ist immer noch Luft nach oben. Aber auf dieser Basis kann die Geschichte problemlos weiter gehen. 

 

 

Umzug = Gelegenheit!

Dynaudio Xeo 20

Budget: 5.300 Euro

Eine klassische Stereoanlage für die neuen 4 Wände.  

 

Wenn die Familie wächst, kommt die Vergrößerung der Wohnräume automatisch? Heutzutage nicht immer, aber in diesem Falle eben schon. Was für ein willkommener Anlass, sich eine neue Stereoanlage auszusuchen. Eine ganz klassische.

 

Klassisch bedeutet in diesem Falle: Streaming oder digitale Musikdateien gehören nicht zum Repertoire. Hauptsächlich werden CDs gehört, aber auch viele viele Schallplatten. 

 

Gemeinsam haben wir ausgiebig die eigenen Platten gehört, um die Entscheidung zwischen den in der engeren Auswahl stehenden Verstärker und vor allem auch Lautsprecher herbeizuführen. Hier war es so, dass der Kunde ganz anders entschieden hat, als vorher gedacht. Und dies nur aufgrund unseres ausgiebigen Hörtermins (immer eine sehr gute Idee).  

 

Es ist letztendlich die Kombination aus den großen Wharfedale Reva 4 Lautsprechern und dem mächtigen Creek Evolution 100A Verstärker geworden. Natürlich inklusive der ausgezeichneten Phono-Vorstufe Sequel MK3. Dies ist ein "interner" Zusatzverstärker, der optional in den Verstärker eingebaut wird. Für die CDs haben wir den passenden Evolution 50CD hinzugefügt. Dieser hat für zukünftig denkbare digitale Ideen einen sensationell klingenden Digital-Analog-Wandler (DAC) an Bord und entsprechend digitale Eingänge. Die hochwertige Verkabelung erfolgte über individuell konfektionierte Produkte von QED. 

 

Das neue, offene Wohnzimmer ist schon um einiges größer als das alte. Diese neue Stereoanlage kann die Herausforderung aber mühelos aufnehmen.

Insofern: Ziel erreicht, zumindest bis zum nächsten Umzug!

 

Konsolidierung erfolgreich.

Dynaudio Xeo 20

Budget: 2.500 Euro

Viele Quellen und doch weniger Geräte - kein Paradoxon.  

 

Der vorhandene Verstärker und die großen Lautsprecher sind in die Jahre gekommen, klingen blass und klapprig. Der CD-Spieler ist frisch überholt, der Plattenspieler soll wieder mehr zum Einsatz kommen, tagsüber läuft Radio und am Wochenende soll das Fußballstadion im Fernsehen mal richtig Sound machen.    

 

Der traditionelle Ansatz sah vor, einen aktuellen Verstärker mit passenden Lautsprechern zu kombinieren.    

Allerdings fand auch der Gedanke, aktive Lautsprecher zu nutzen, Anklang. Und nach einem ausgiebigen Vergleich vor Ort, war dies dann auch die Lösung. 

 

Die Dynaudio Xeo 20 sind hochwertige Regallautsprecher mit sehr flexiblen Möglichkeiten - und die waren auch notwendig: Der Plattenspieler hat eine eingebaute Vorstufe, so dass er direkt in den analogen Aux-Eingang des Master-Xeo angeschlossen werden kann. Der CD-Spieler nutzt den daneben liegenden analogen Eingang per Cinch Kabel. Und der Fernseher ist per optischem Toslink Kabel ebenfalls dort verbunden. Radio und Spotify Streaming wird von nun an komfortabel vom Mobiltelefon per direkter Bluetoothverbindung mit den Xeo Lautsprechern gehört.

 

Wie kommt nun der Klang vom Master Xeo zum zweiten Stereolautsprecher? Dies erfolgt auch bei der inzwischen dritten Generation der Dynaudio Xeo per eigener Funkverbindung, die die beiden Lautsprecher unabhängig vom WLAN untereinander aufbauen. Somit ist die Verkabelung so einfach wie nur möglich: Jeder Lautsprecher benötigt lediglich eine ganz normale Steckdose. 

 

Im Gegensatz zu vorher, wo die großen und nicht sehr ansehnlichen Lautsprecher in zwei gegenüberliegenden Ecken des Wohnzimmers stehen mussten (mit Blumenpott drauf), passen die neuen Geräte unauffällig ins Bücherregal. Hierdurch hat sich die Hörsituation stark verbessert, denn nun bildet sich für den auf dem Sofa sitzenden Zuhörer ein perfektes Stereodreieck. Sogar, wenn der Fernseher die Quelle ist. 

 

Immer wieder ein Vergnügen, all den alten Kram gegen eine toll klingende Neuigkeit auszutauschen. Auch für die Kunden ;-) 

Major Upgrade, please!

Creek Evolution 100A, Neat Acoustics Motive SX2, audiolab M-DAC mini

Budget: 4.300 Euro

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, sollte man seiner Passion (Musik) entsprechend huldigen. 

 

Hunderte wertvoller Jazz-Aufnahmen, eine Vergangenheit in Klaus Doldingers Band, und viel Zeit. Warum, so fragte sich der Kunde, sollte man sich da nicht wirklich mal um die Wiedergabesituation kümmern? Die Gelegenheit war da und über einen längeren Zeitraum haben wir gemeinsam genau dies getan.   

 

Die vorhandene, unwahrscheinlich große (aber sehr leichte) Stereoanlage von Sony hatte ihre Schuld längst getan: Zwei 1,5m große Lautsprecher aus pappeähnlichem Werkstoff, dazu ein riesiger Subwoofer und ein einteiliges Element mit 5 funktional abgetrennten Geräten aus Plastik. War bestimmt mal ganz schön teuer.   

 

Der per Apple Airport Express (AirPlay) angeschlossene Apple iMac Computer, auf dem die Musik in iTunes liegt sollte weiterhin Schaltzentrale bleiben, dazu noch ein Streamingdienstleister kommen. 

 

Herausgekommen ist eine rein britische Lösung: Herz ist der ausgesprochen kräftige Verstärker Evolution 100A von Creek. Das sehr schlanke Äussere täuscht definitiv: Er liefert üppige, echte 110 Watt an den 8 ohmigen Widerstand der zierlichen Standlautsprecher von Neat Acoustics, Modell Motive SX2. Nur 76 Zentimeter hoch, aus feinem schwarzen Eichenfurnier auf stabilem MDF. Da sie recht nah an der Wand stehen, war wichtig, dass das Bassreflexrohr nicht unbedingt nach hinten strahlt. Hier ist es im Fuß integriert, so dass die tiefen Frequenzen sich gleichmäßig ausbreiten können. 

 

Um die gesamte Kette vom Computer über den analogen Verstärker und die Lautsprecher zu optimieren und die Wandlung von digitaler Musik nicht dem in die Jahre gekommenen Apple Airport Express zu überlassen, haben wir noch einen Spitzen-DAC hinzugenommen. Der Vorteil des Apple Gerätes ist, dass der Ausgang sowohl analog per Cinch, als auch digital über ein optisches Kabel Signale ausgeben kann.

Wählt man die Cinch-Variente, wandelt der Airport Express. Wählt man den optischen Weg, so wandelt der ausgewählte externe Wandler. Apple legte bei dem Preis des Express keinen unbedingt großen Wert auf die Qualität der Wandlung - das ist nachvollziehbar.  

Der audiolab M-DAC ist legendär. Heute gibt es würdige Nachfolger in Form des M-DAC+ (für das Hifi Rack) und des M-DAC mini, welcher pures Understatement ist und wunderbar im Hintergrund bleiben kann. Die Leistung ist tadellos: Top ESS Sabre Chips sowie eine Class A JFET Output Stage werten die Musik maximal auf.  

 

Zuletzt haben wir noch ein tolles kleines DAB Radio aus deutscher Fertigung von Technisat (Digitradio 100) angeschlossen und so kristallklaren digitalen Klang von Deutschlandradio etc. ermöglicht. Und für die viele Zeit, Musik zu entdecken hat der Kunde noch eine Einführung in das Spotify-Premium-Universum erhalten. Künftig von iMac sowie iPhone steuerbar. 

 

Der Klang in diesem etwa 25qm typischen Wohnzimmer ist mit vorher nicht vergleichbar. Kräftige Tiefen lassen Kontrabässe auf der Bühne stehen, klarste Höhen die Becken schwirren, dazu entscheidende Mitten, die keinerlei Details der Aufnahmen verheimlichen. Es entsteht die so wichtige Bühne, direkt vor dem Sofa. Wir sind sehr zufrieden! 

Kii Three Dream Machine - So Viel Mehr.

Kii Three, Auralic Aries Mini, Funk Studiotechnik

Budget: 14.500 Euro

Wenn die Gläser im Schrank scheppern, man nicht ans Regal rankommt (und die Gelegenheit bestand, die Kii Lautsprecher zu hören) - dann muss gehandelt werden. 

 

Ein Unternehmerpaar hat es sich vor den Toren Hamburgs gemütlich gemacht und doch gab es ein dramatisches Problem: Die riesengroßen schwarzen T+A Pulsar Standlautsprecher im Wohnzimmer sorgten schon bei Zimmerlautstärke dafür, dass die Gläser im Schrank dahinter (!) klirrten. Dazu waren sie eben auch noch riesengroß - so groß, dass man nicht an den Schrank dahinter kam! Und: Sie hatten einen zu ausgeprägten Bass - bzw. der Bass machte was er wollte in dem großen Wohnzimmer. Es half auch nichts, dass das Wohnzimmer sehr lang gezogen ist, im hinteren Drittel der Esstisch steht und dann noch die Küchen hintendran kommt. Die Wandreflexionen durch das für viele Lautsprecher typische, unkontrollierte Abstrahlverhalten hat die Lust am Musikhören eingeschränkt.

 

Dazu kam, dass die Biester auch als Hauptlautsprecher an einem sehr großen und schweren Yamaha Surroundverstärker hingen. Das Topmodell des Jahres 2002, ein DSP-AZ1. Noch ohne HDMI! Daran hängen Sky, Bluray, KabelTV und ein SACD Spieler sowie 5 Lautsprecher: Die großen Hauptlautsprecher, ein Center sowie zwei Effektlautsprecher hinten. Einen Subwoofer braucht der Kunde nicht. 

 

Die Idee war, in diesem Setup eine Aktivlautsprecherlösung einzusetzen. Vielleicht Linn, vielleicht Meridian? Oder doch noch mal die Kii Three anhören? Gesagt, getan. Auf den Norddeutschen Hifi Tagen hatte der Hersteller Kii einen Raum belegt und natürlich war Stereofluss (ich) als Hamburger Kii Händler mit dabei.

 

Drei Dinge haben dabei überzeugt: 

  1. Der Klang
  2. Die Form
  3. Der Preis

Der Klang ist unvergleichlich und den anderen beiden Lösungen dem Ehepaar zufolge sehr weit überlegen. Dazu gesellt sich die angenehme Eigenschaft, dass alle Frequenzen unterhalb von 700Hz (Mitten, Bässe) sich nur nach vorne ausbreiten und so keinerlei Reflexion von Rückwand oder Seitenwand stattfindet. Ein äusserst kraftvoller und glockenklarer Klang kommt so beim Hörer an. Nach Wunsch sind über die Steuerungseinheit Kii Control Höhen, Mitten und Tiefen individuell einstellbar.  

 

Der Formfaktor spielt eine sehr große Rolle im heimischen Wohnzimmer: Das moderne aber je nach Farbwahl sehr unscheinbare Design und die schlanken Ständern sind ein erheblicher Unterschied zu den großen Lautsprechern, mit denen man versucht, einen ähnlichen Klang zu erzeugen. Das gefällt dem Paar ausgezeichnet. 

 

Der Preis ist letztendlich das Sahnehäubchen auf diesem Traum von Stereoanlage. Denn im Vergleich zu aktiven Lösungen wie den genannten Linn oder Meridian - die u.a. nicht den Vorteil des nierenförmigen Abstrahlverhaltens bieten und zudem aus mehreren Modulen bestehen - bietet es sich bei der Lösung mit den Kii Three Lautsprechern noch an, ein neues italienisches Ledersofa für 5 Personen  mitzubestellen.

 

 

Der Anschluss der Kii Three in das Surroundsetup ist einfach: Die Lautsprecher haben auf der Rückseite jeweils einen XLR Eingang, an den der analoge Preamp Ausgang des Verstärkers geschlossen wird. Hierfür benötigt man natürlich passende Kabel: Der Weg von Cinch auf XLR ist eine Sache für den Fachmann - sonst entstehen unschöne Nebentöne. Diese Kabel finden sich in einer sehr hochwertigen Spezialanfertigung in Berlin beim Studiospezialisten Funk (schöne Grüße von Kunde und Stereofluss). 

So bekommen die Kii Three das Audiosignal des Fernsehers direkt zugespielt und spielen ihre neue Rolle im Surroundballett perfekt mit. 

 

An einer der Kii Three hängt per Cat 5 Kabel die Kii Control. Dies ist eine Steuereinheit mit drei Aufgaben: Komfortables Einstellen des DSP, Lautstärkeregelung (fernbedienbar mit jeder Fernbedienung) und Beistellung digitaler Eingänge.

In diesem Fall wurde ein Streaminggerät an den USB Anschluss gehängt: Auralic hat mit dem Aries Mini eine wahre Wunderwaffe der Streamingkunst fabriziert. Das Tidal Hifi Abo des Kunden läuft nun direkt hierüber. Da noch eine Menge hochauflösender Musik sowie viele gerippte CDs im Haushalt lagerten, haben wir eine SSD Festplatte in den Aries eingebaut, sodass die Musik hier bequem per Auralic Lightning DS App abspielbar ist. 

 

Das Ergebnis ist nun, dass selbst bei ausgeprägtesten Lautstärken jedweder Musikrichtung kein Glas mehr klingelt. Und das Paar nun ein Problem gegen das perfekte Hörerlebnis (wirklich! überzeugen Sie sich selbst!) eingetauscht hat.