Kii Three Dream Machine - So Viel Mehr.

Kii Three, Auralic Aries Mini, Funk Studiotechnik

Budget: 14.500 Euro

Wenn die Gläser im Schrank scheppern, man nicht ans Regal rankommt (und die Gelegenheit bestand, die Kii Lautsprecher zu hören) - dann muss gehandelt werden. 

 

Ein Unternehmerpaar hat es sich vor den Toren Hamburgs gemütlich gemacht und doch gab es ein dramatisches Problem: Die riesengroßen schwarzen T+A Pulsar Standlautsprecher im Wohnzimmer sorgten schon bei Zimmerlautstärke dafür, dass die Gläser im Schrank dahinter (!) klirrten. Dazu waren sie eben auch noch riesengroß - so groß, dass man nicht an den Schrank dahinter kam! Und: Sie hatten einen zu ausgeprägten Bass - bzw. der Bass machte was er wollte in dem großen Wohnzimmer. Es half auch nichts, dass das Wohnzimmer sehr lang gezogen ist, im hinteren Drittel der Esstisch steht und dann noch die Küchen hintendran kommt. Die Wandreflexionen durch das für viele Lautsprecher typische, unkontrollierte Abstrahlverhalten hat die Lust am Musikhören eingeschränkt.

 

Dazu kam, dass die Biester auch als Hauptlautsprecher an einem sehr großen und schweren Yamaha Surroundverstärker hingen. Das Topmodell des Jahres 2002, ein DSP-AZ1. Noch ohne HDMI! Daran hängen Sky, Bluray, KabelTV und ein SACD Spieler sowie 5 Lautsprecher: Die großen Hauptlautsprecher, ein Center sowie zwei Effektlautsprecher hinten. Einen Subwoofer braucht der Kunde nicht. 

 

Die Idee war, in diesem Setup eine Aktivlautsprecherlösung einzusetzen. Vielleicht Linn, vielleicht Meridian? Oder doch noch mal die Kii Three anhören? Gesagt, getan. Auf den Norddeutschen Hifi Tagen hatte der Hersteller Kii einen Raum belegt und natürlich war Stereofluss (ich) als Hamburger Kii Händler mit dabei.

 

Drei Dinge haben dabei überzeugt: 

  1. Der Klang
  2. Die Form
  3. Der Preis

Der Klang ist unvergleichlich und den anderen beiden Lösungen dem Ehepaar zufolge sehr weit überlegen. Dazu gesellt sich die angenehme Eigenschaft, dass alle Frequenzen unterhalb von 700Hz (Mitten, Bässe) sich nur nach vorne ausbreiten und so keinerlei Reflexion von Rückwand oder Seitenwand stattfindet. Ein äusserst kraftvoller und glockenklarer Klang kommt so beim Hörer an. Nach Wunsch sind über die Steuerungseinheit Kii Control Höhen, Mitten und Tiefen individuell einstellbar.  

 

Der Formfaktor spielt eine sehr große Rolle im heimischen Wohnzimmer: Das moderne aber je nach Farbwahl sehr unscheinbare Design und die schlanken Ständern sind ein erheblicher Unterschied zu den großen Lautsprechern, mit denen man versucht, einen ähnlichen Klang zu erzeugen. Das gefällt dem Paar ausgezeichnet. 

 

Der Preis ist letztendlich das Sahnehäubchen auf diesem Traum von Stereoanlage. Denn im Vergleich zu aktiven Lösungen wie den genannten Linn oder Meridian - die u.a. nicht den Vorteil des nierenförmigen Abstrahlverhaltens bieten und zudem aus mehreren Modulen bestehen - bietet es sich bei der Lösung mit den Kii Three Lautsprechern noch an, ein neues italienisches Ledersofa für 5 Personen  mitzubestellen.

 

 

Der Anschluss der Kii Three in das Surroundsetup ist einfach: Die Lautsprecher haben auf der Rückseite jeweils einen XLR Eingang, an den der analoge Preamp Ausgang des Verstärkers geschlossen wird. Hierfür benötigt man natürlich passende Kabel: Der Weg von Cinch auf XLR ist eine Sache für den Fachmann - sonst entstehen unschöne Nebentöne. Diese Kabel finden sich in einer sehr hochwertigen Spezialanfertigung in Berlin beim Studiospezialisten Funk (schöne Grüße von Kunde und Stereofluss). 

So bekommen die Kii Three das Audiosignal des Fernsehers direkt zugespielt und spielen ihre neue Rolle im Surroundballett perfekt mit. 

 

An einer der Kii Three hängt per Cat 5 Kabel die Kii Control. Dies ist eine Steuereinheit mit drei Aufgaben: Komfortables Einstellen des DSP, Lautstärkeregelung (fernbedienbar mit jeder Fernbedienung) und Beistellung digitaler Eingänge.

In diesem Fall wurde ein Streaminggerät an den USB Anschluss gehängt: Auralic hat mit dem Aries Mini eine wahre Wunderwaffe der Streamingkunst fabriziert. Das Tidal Hifi Abo des Kunden läuft nun direkt hierüber. Da noch eine Menge hochauflösender Musik sowie viele gerippte CDs im Haushalt lagerten, haben wir eine SSD Festplatte in den Aries eingebaut, sodass die Musik hier bequem per Auralic Lightning DS App abspielbar ist. 

 

Das Ergebnis ist nun, dass selbst bei ausgeprägtesten Lautstärken jedweder Musikrichtung kein Glas mehr klingelt. Und das Paar nun ein Problem gegen das perfekte Hörerlebnis (wirklich! überzeugen Sie sich selbst!) eingetauscht hat. 

Geht das alles? Ja, geht alles!

Denon AVR-X1400H, Qacoustics 3010, 3090c und 3070s, Heos 1

Budget: 2.700 Euro

Eine etwas größere Herausforderung bis auf das letzte Quentchen meistern, das wünscht man sich ja immer. Wenn es um Stereoanlagen geht, bekommen wir das auf jeden Fall hin:

 

Der Kunde hat seit vielen Jahren einen Beamer im Wohnzimmer, der über VGA Kabel mit einem 10 Meter entfernten Computer verbunden ist und Filme oder die Tagesschau auf diesem Wege auf eine Leinwand projiziert. Der Klang kommt über ein 10 Meter langes Cinch Kabel ebenfalls aus dem Computer an einen 25 Jahre alte Stereoturm, der inklusive Lautsprecher vielleicht 1,5 Kilo wiegt: Presspappe mit ein paar Platinen. Das Schwerste war wohl noch das Kassettendeck.

 

Wäre es nicht viel schöner, dieses Heimkino mal für relativ kleines Geld richtig aufzumöbeln und nebenbei noch ein paar weitere Wünsche zu erfüllen? Zum Beispiel Surround, Multiroom, Kopfhörer, DVBT-2, BluRay und trotzdem die Verbindung zum PC? Kein Problem, versuchen wir es mal: 

 

Herzstück ist ein per HDMI an den Beamer angeschlossener Surroundreceiver der neuesten Generation von Denon. Dieses Gerät hat die Multiroomtechnologie HEOS bereits eingebaut. So kann durch Hinzufügen dreier kabelloser aktiver Bausteine HEOS 1 (vergleichbar Sonos Play 1, nur mit ein paar Vorteilen) der Klang auf Wunsch problemlos gleichzeitig im Wohnzimmer, der Küche, dem Arbeitszimmer und dem Bad im Stockwerk höher erklingen. Ob es Musik vom per Cinch angeschlossenen PC ist, eine CD oder Spotify oder in jedem Raum etwas anderes, das spielt nun keine Rolle mehr.     

Ein neuer DVBT-2 Receiver wird per HDMI an den Receiver geklemmt - die Aufnahme von Sendungen ist problemlos über eine USB Festplatte möglich. Sollen Inhalte einer Mediathek von ZDF etc. über den PC angesehen werden, ist dies über den nach wie vor am Beamer hängenden VGA Anschluss jederzeit möglich. Dazu kommt ein BluRay-Player, über den nun natürlich auch DVDs oder Musik-CDs abgespielt werden können. Und wenn im Arbeitszimmer über dem Wohnzimmer bis spät gearbeitet wird, dann nimmt man sich eben den Kopfhörer zur Hand. 

 

Der Klang selbst kommt aus insgesamt sechs ausdrücklich möglichst unsichtbaren aber toll klingenden Lautsprechern. Sowas macht Qacoustics aus England. Zwei mal die 3010 in weiß neben der Leinwand in den Ecken, ein schwarzer 3090c Center unter einem Sessel, zwei schwarze 3010 neben das Sofa und ein 3070s Subwoofer neben die Kommode. Schnell noch die Einmessroutine per Audyssey am Denon AVR-X1400H und schon ist alles bereit.   

 

Ausbaureserve ist jetzt nur noch der Beamer, der für echtes HDTV noch nicht bereit ist - aber bald ist ja Weihnachten!

Warum nicht schon viel früher?

audiolab 8300cd, audiolab 8300a, Dynaudio Excite X18

Budget: 4.500 Euro

Wenn die 20 Jahre alte Stereoanlage Knöpfe verliert, staubig klingt und auch so aussieht - fragt man sich doch, warum nicht schon viel früher Maßnahmen ergriffen worden sind. 

 

Dies soll kein erhobener Zeigefinger sein, es kommt ja immer wie es kommen soll. Und schon Willi Wiberg hat uns gelehrt: Alles zu seiner Zeit! 

 

Ein jung gebliebenes Paar ist umgezogen und richtet sich komplett neu ein. Was hierbei auffällt: Das Hifi-Regal mit den vier schwarzen Kästen und die zugehörigen riesigen Standlautsprecher ist a) nicht mehr zeitgemäß, passt b) absolut nicht zur Einrichtung und c) klingt auch bei sehr wohlwollendem Ohr nicht gut. Ach ja, die Knöpfe - die fallen auch schon seit Jahren einer nach dem anderen aus der Konstruktion. 

 

(Wer erkennt sich wieder, liebe Leser: es handelt sich um eine Harman/Kardon Kombination mit nubert Lautsprechern - rufen Sie doch mal an!) 

 

Die Aufgabe bestand nun darin, den vorhandenen Plattenspieler anzuschließen, CDs zu hören und den Ton des Fernsehers zu verstärken. Und: Radio! Man wollte endlich mal wieder Radio hören!

Wie hört man in einer Wohnung Radio, in der weder das FM Signal, noch DAB zu empfangen sind? Genau: Internetradio per WLAN. Von Dual etwa gibt es ein tolles kleines Gerät mit dem alle drei Varianten zur Verfügung stehen und welches die Stereoanlage zusätzlich mit Spotify Connect und Bluetooth ausstattet. Es besitzt ein Display und eine Fernbedienung - die Welt des Radio, ohne einen zusätzlichen großen Baustein für die Stereoanlage zu benötigen.  

 

Eine immer wieder ganz erstaunliche Kombination für jegliche Lautsprecher ist die 8300er Serie von audiolab, bestehend aus Verstärker mit Analogeingängen inklusive Phono- und Kopfhörerverstärker und dem CD-Player mit seinem sensationellem DAC - Digital Analog Converter - und damit digitalen Eingängen. Ein Design wie aus dem Lehrbuch. Und dies gilt sowohl dem elektronischen Aufbau innen wie auch dem äusseren Erscheinungsbild und der tadellosen Verarbeitungsqualität. 

Problemlos konnten also die vier Wunschquellen angeschlossen werden und das Klangsignal an die sensationellen Lautsprecher von Dynaudio weitergeleitet werden. Wo sind die eigentlich geblieben - vorher standen dort doch große schwarze Standlautsprecher? Nun ja, die schlanken weißen Dynaudio 3X Ständer und die Excite X18 Lautsprecher fallen eben kaum auf vor der weißen Wand...   

 

Die vorhandenen Kabel konnten problemlos verwendet werden. Aufgewertet durch eine saubere Verbindung wurden die Anschlüsse mittels hochwertiger Bananenstecker des britischen Herstellers QED. 

 

Zu guter Letzt haben wir genüßlich ein paar Platten, CDs, TV-Konzerte und Radiosender abgehört und den kraftvollen, klaren und für die Räumlichkeiten schlicht optimalen Klang genossen.  

 

Auf die nächsten zwei Dekaden? Problemlos möglich! Aber warum? ;-)  

Schmeiss den Sub an, wir legen ab.

Nuprime IDA-8, Qacoustics Concept 20, Elac S12eq

Budget: 2.500 Euro

Auch auf einer alten Hafenfähre kann man komfortabel wohnen. Und auch hier kann man großen Sound bekommen. Zum Beispiel mit einer richtig guten 2.1 Stereoanlage: 

 

Wenn die Soundbar des Hausboot-Herren den Geist aufgibt, ist die Stunde für echten Sound gekommen. Die gemütliche Hamburger Hafenfähre liegt seelenruhig irgendwo an der Süderelbe und ahnt noch nicht, was ihr blüht. Denn ein 2.1 System für Musik und TV ist im Anmarsch und der Auftraggeber wünscht viel Bass. 

 

Im Bereich der Subwoofer hat sich in letzter Zeit ein Anbieter durch besonders innovative Ideen hervorgetan: Die 90 Jahre alte Kieler Manufaktur Elac bietet mit der Debut-Linie sehr sehr günstige Lautsprecher an, zu denen auch unterschiedliche Subwoofer gehören. Der größte davon ist wirklich groß. Der ultimative Trick und ein Meilenstein ist jedoch, dass er kinderleicht und absolut überzeugend über eine App auf dem Mobiltelefon kalibriert wird. Ein wirklich eindrucksvoller Effekt auf dem stählernen Schiff, denn hierfür gibt der Basslautsprecher für einige Minuten unterschiedlich tiefe Laute von sich, in denen man tatsächlich glaubt, der 600PS Diesel würde starten.

 

Für eine Stereoanlage, insbesondere eine am Fernseher angeschlossene, ist diese Automatik enorm hilfreich. Denn ein Stereoverstärker bringt im Gegensatz zu einem Surroundverstärker keine Kalibrierung mit. Und einen Subwoofer ordentlich "per Hand" einzustellen, das erfordert wirklich viel Zeit und Geduld. Ein Subwoofer macht vor allem am TV Sinn, denn nur er kann die heute in Serien und Filmen üblichen Effekt-Eskapaden wirklich abbilden. 

 

Als Satelliten bzw. normale Stereolautsprecher fiel nach ausgiebigem Testhören einiger Kandidaten die Wahl auf die edlen Regallautsprecher von Qacoustics, Concept 20. Sie holen enorm viel Klang aus ihren vergleichsweise kleinen Körpern. Der audiophile Charakter, die Neutralität, wird durch den Sub auf Wunsch durch angemessene Tiefen ergänzt.   

Verstärkt wird die Ausgabe durch einen Verstärker modernster Bauart von NuPrime. Der NuPrime IDA-8 ist nicht nur unauffällig formschön (nur 23cm breit und 5,5cm hoch), sondern eine technische Meisterleistung. Neben dem innovativen Ansatz, analoge und digitale Verstärkung hybrid zu kombinieren, bringt er einen sensationellen Digital-Analog-Converter, der neben den optischen und koaxialen digitalen Eingängen auch den Anschluss eines Computers per USB ermöglicht. Zusätzlich ist ein sehr potenter Bluetooth-Empfänger dabei und für den Subwoofer ein entsprechender Ausgang. Ein Kraft-Leistungs-Paket. 

 

Die komplette Verkabelung erfolgte mit den vielfach ausgezeichneten QED Produkten: Profile 79 Strand Lautsprecherkabel konfektioniert mit Screwlock Bananensteckern, einem 10 Meter langen Profile Subwooferkabel sowie dem klassischen optischen Kabel der Profile Serie. 

 

 

Mit einem für diese Qualität extrem fairen Preis haben wir gemeinsam eine ausgesprochen individuelle Stereoanlage zusammengestellt. Wieder einmal einzigartig bzw. nur bei Stereofluss :-)

 

Bass Ahoi!  

Heimkino da, wo es krachen darf.

Elac Air-X 407

Budget: 3600 Euro

Das neue Haus ist endlich fertig eingerichtet und einzugsbereit. Nur im Keller, da gibt es einen Raum, in dem noch etwas ganz ganz wichtiges fehlt: 

 

Das kann bei einem technikbegeisterten Papa ja nur eines bedeuten: Das Heimkino! Und so ist es. An den Wänden kucken schon die Kabelstrippen aus der Wand, eine Leinwand ist montiert - und endlich wird auch die Ladung von Stereofluss geliefert. 

 

Die Lautsprecher kommen aus England, von der mit Preisen überhäuften Firma Qacoustics. Zwei große Standlautsprecher (Bezeichnung: 3050), die auch allein für ordentlich Musik sorgen können, werden von einem Center, 4 kleineren Boxen mit passenden Wandhaltern und einem Subwoofer begleitet. Verstärkt wird mit einem typisch silbriggoldenen Marantz SR6011 Multikanalverstärker mit ordentlich Wumms und vielen vielen vielen Eingängen. 

 

Tatsächlich war der Wunsch, auch ohne die Effektlautsprecher schön laut Musik hören zu können. So haben wir bei der Auswahl der Geräte auf diese Anforderungen geachtet, für die Stereolautsprecher und den Subwoofer ein paar extrafeine Kabel von QED sowie einen anständigen CD-Spieler von Marantz dazugesellt.

 

Der Verstärker kann nun nicht nur CDs abspielen, sondern genauso gut Spotify empfangen und schöne alte Maxis aus den 80ern vom vorhandenen Plattenspieler zum klingen bringen.

 

Eine Herausforderung war noch, den Center unter die Leinwand zu bringen. Aber Ikea-Regal sei dank, konnte man ohne viel Schmerz die Beine kürzen und hat so die empfohlenen 41cm zum Boden realisiert.

 

7.1-Abenteuer, der Statiktest kann beginnen.

 

Richtig edler Sound - ohne Kabel zu verlegen.

Elac Air-X 407

Budget: 5500 Euro

Ein sehr großes L, bestehend aus Wohnzimmer und Esszimmer. Nagelneues Parkett, Hamburger Fußleisten und frisch lackierte Türrahmen. Wie soll man hier nun ordentlich Lautsprecherkabel verlegen?   

 

Gar nicht. Um die Räumlichkeiten mit Klang zu füllen, der höchsten Ansprüchen genügt, reicht es aus, auf einen modernen Kunstgriff zurückzugreifen: Die aus Kiel stammenden Standlautsprecher in weißem Klavierlack bekommen die Musik einfach per Netzwerk zugespielt.

 

Durch jeweils eine normale Steckdose erhalten die perfekt abgestimmten, in den Lautsprechern befindlichen Verstärker ihren Strom. Die Musik dagegen kommt über ein eigens aufgebautes Netzwerk, ganz unscheinbar aus dem Sideboard. Dabei spielt es keine Rolle, ob hier ein Streamingdienstleister, ein CD-Spieler oder der Fernseher die Quelle ist. 

 

Wunderbarer, kräftiger und großer Klang kann nun die Gemächer erfüllen. Und wird auch dem Anspruch wirklich großer Lautstärken spielend gerecht.    

 

Ein ganz typisches Beispiel, wie viel Sinn moderne Stereoanlagen für ganz normale Menschen machen können. Viel Spaß mit der Anschaffung!  

Platten kabellos hören? No Problem.

KEF LS50, audiolab M-One, Dynaudio Stand 3x

Budget: 2600 Euro

Ein neuer Plattenspieler allein bringt noch keinen guten Klang. Diese Erkenntnis ist nicht aussergewöhnlich. Was aber, wenn dazu noch CD's und Spotify kabellos und tadellos gehört werden sollen? 

 

Ein Architekt zieht mit der Familie vom Land in die Großstadt und muss sich Gedanken über Klang im neuen Domizil machen. Keine leichte Aufgabe, die mit dem Kauf eines neuen Plattenspielers angegangen wird.

Nun muss aber ja auch der Klang irgendwo rauskommen und die 25 Jahre alte Fisher Anlage ist nicht opportun.   

 

Ein Ortstermin mit Stereofluss brachte die Erkenntnis, dass eine kabellose Lösung nahe liegt. Weitere Quellen sollen ein CD-Spieler und auch Streaming mit Spotify sein.   

 

Dynaudio Connect ist ein kleines Gerät, welches Eingänge für analoge und digitale Quellen bietet und zusätzlich als Spotify Connect Empfänger in das heimische WLAN eingebunden wird. All die Musik, die hier nun "reingeht", wird per eigenem Netzwerk an die hochwertigen Dynaudio Xeo Lautsprecher weitergeleitet. Insofern fällt die Verbindung der Geräte per Kabel aus und die Aufstellung im Raum eröffnet ungeahnte Möglichkeiten.       

 

Nach der gar nicht so schwierigen Entscheidung, welche Geräte am besten gefallen, haben wir uns die Geräte live im neuen Haus angehört. Was schnell auffällt: der interne (abschaltbare) Verstärker des Plattenspielers klingt irgendwie dumpf. Die Lösung mit einem zwischengeschalteten Phono-Vorverstärker von Pro-Ject bringt den Klang ganz eindeutig wieder ins Lot.  

Nun wird noch ausgiebig zwischen den Quellen hin- und hergewechselt, die ganze Familie startet einen Spotify-Kampf und so wird wirklich jede Musikrichtung auf den neuen Lautsprechern durchgetestet. Ein erstaunter Sohnemann kann kaum glauben, dass diese zierlichen Lautsprecher so viel mehr Sound als seine eigenen (3x so großen) bieten. Hier ist wohl noch nachzuarbeiten ;-)

 

Herzlichen Glückwunsch zu dieser modernen, unscheinbaren und ungemein praktischen Stereoanlage!  

Super: Ich sehe Rot!

KEF LS50, audiolab M-One, Dynaudio Stand 3x

Budget: 2500 Euro

Es gibt immer einen Weg, die moderne Stereoanlage wirklich auch passend zum Wohnraum zusammenzustellen. Und sich mit moderne Formen des Musikgenusses anzufreunden.     

 

Diese Kundin gibt ein klares Bekenntnis zur Farbe rot ab: Der Teppich im Wohnzimmer ist rot und die Stühle sind mit rotem Leder überzogen. Der Tisch und die zwei Katzen liefern mit tiefem Schwarz einen passenden Gegenpol. 

 

Beim ersten Hörversuch waren die Wunschlautsprecher ebenfalls noch schwarz. Nach einiger Zeit wurden sie heller, nun titan. Aber warum eigentlich nicht gleich rot? Auf schwarzen Ständern passen die roten doch ganz einfach fabelhaft zur restlichen Einrichtung! 

 

Gesagt getan, die roten KEF LS50 auf schönen schwarzen Ständern von Dynaudio sollen es sein. 

 

Die nächste Frage lautet dann: Durch welche Geräte wird die alte Stereoanlage abgelöst? Wir stehen vor einem schwarzen Klotz aus Plastik, bestehend aus Kassettendeck, CD-Spieler, Radio und Verstärkereinheit.   

 

Ganz einfach: Ein M-One von audiolab erledigt alles auf einmal. Er harmoniert sehr gut mit den LS50, er hat Bluetooth an Bord und für den Fall der Fälle digitale und analoge Eingänge. Braucht man die Eingänge denn nun überhaupt? Was ist mit den alten Schallplatten, den Mix-Kassetten und den gebrannten CDs, die ja wieder in voller Schönheit gehört werden sollen - soll man wirklich einen neuen Gerätepark anschaffen?

 

Die Lösung ist das Abonnement bei einem Musikanbieter wie Spotify. Eine eingehende Recherche bezüglich der Musikauswahl überzeugt von der Vielfalt, eine Einweisung in die praktische Bedienung an iMac oder iPad nimmt die Furcht vor der digitalen Welt. Alte Mix-Kassetten werden als Playlist angelegt, die raren Rockplatten sind in tadelloser Qualität vorhanden. Ab sofort gibt es keine weiteren Quellen, es wird ganz einfach per Bluetooth auf den M-One gestreamt.  

Als Sahnehäubchen kommt hinzu, dass die Lieblingsmusik nun auch auf dem Mobiltelefon gespeichert wird und einfach im Auto weitergehört werden kann. 

 

Doch auch Bluetooth kann mal seine Macken haben. Um diese zu umgehen und die Vorzüge eines stabilen WLAN Netzwerkes zu nutzen, schließen wir noch ein kleines, unsichtbar hinter dem M-One verborgenes Gerät von Google an. Nun kann die Musik ohne den Umweg über das Tablet oder Handy direkt vom Verstärker abgespielt werden. Perfekt! 

 

Darauf ein Glas guten Rotwein :-) Prost!

Ganz klein aber ganz viel.

neat acoustics Iota Alpha, Creek Evolution 100A und Auralic Aries Mini mit Ultra Low Noise Netzteil

Budget: 4450 Euro

Wenn schon, denn schon. Die moderne Stereoanlage für Anspruchsvolle erfordert kein kompliziertes Rack und hat keine 2 Meter hohen Lautsprecher. Sondern sie ist Mini und liefert Maxi.   

 

Wirklich lange hat sich diese Kundin schon mit dem Gedanken getragen, etwas aussergewöhnliches zu tun. Dass sie damit dem Zeitgeist entspricht, war ihr sehr egal. Hauptsache, die Qualität stimmt und das Ergebnis klingt wirklich gut.

 

Stereoanlagen sind heute zunehmend keine riesigen Türme mehr. Sie fügen sich kaum sichtbar in die Wohnräume ein und liefern doch exzellenten Klang. Die Iota Alpha Lautsprecher der britischen Manufaktur neat acoustics spiegeln dies wider: gerade mal 45cm hoch und 20cm breit sind sie. Na los, Zollstock raus und staunen! Was sie trotzdem tun: großen Klang produzieren. Mit dem feinen Bändchenhochtöner und dem nach unten strahlenden Basslautsprecher liefern sie fein abgestimmten, extrem transparenten Sound. Weißer Schleiflack war die Wahl - schwarz und Holzfurnier ist ebenfalls erhältlich.

 

Die Lautsprecher sind nicht anspruchsvoll, aber es sollte doch die Extraschippe Kraft sein. Bei Hörtests lies sich das Gefühl nicht loswerden, dass der Creek Evolution 100A Verstärker einfach noch mehr aus den neat rausholt, als der 50A. Was ein Wunder, er hat die doppelte Anzahl Watt und ein noch fetteres Netzteil!  

 

Schallplatten, CD's, Kassetten, Minidisc, alles kein Problem mit dem Creek. Aber die Einzige wirklich notwendige Quelle ist heute ein Aries Mini von Auralic. Er empfängt den Tidal-Stream in CD-Qualität und hat eine SSD in seinem kleinen Bäuchlein. Hierauf können problemlos verlustfrei gerippte CD's oder hochauflösende digitale Musik kopiert werden. Ein NAS oder den USB Stick kann man natürlich auch anbinden, aber warum? Die Auralic App Lightning DS ist ein Traum: die Bedienung ist unerreicht. Die Pflege der Musiksammlung vom Computer aus ist so einfach wie Emails schreiben.  

So, wie es der Creek 100A sein musste, so sollte auch bei der Musikquelle nichts unversucht bleiben, den Klang auf den Gipfel zu treiben. Also wurde das Standardnetzteil des Auralic Aries durch das optionale Ultra Low Noise Netzteil ersetzt. Hört man das denn? Was für eine Frage. 

 

Herzlichen Glückwunsch, zu dieser leider noch aussergewöhnlichen, sehr modernen Stereoanlage. Mehr davon!  

 

Da zuckt die Nadel und wackeln die Wände.

Luxman L-505uX, Marantz NR-1506 und Sonos Connect

Budget: 5200 Euro

Zum Einen musste ganz behutsam, aber doch kompromisslos mit einer lang gepflegten Hifi-Tradition gebrochen werden. Zum anderen sind Flachbildfernseher nicht für den Sound von 8-Zylinder-Motoren geeignet: 

 

Der Kunde ist schon lange einer der schönsten Nebensache der Welt, High Fidelity, verfallen. Mit der Zeit allerdings kommt auch eine feine Vorstufe aus der Schweiz in ein Alter, in dem die Restaurierung nicht mehr weiter hilft. Ein neuer integrierter Verstärker war letztendlich das heilende Mittel. Dieser musste mindestens vier analoge Eingänge mitbringen: für Bandmaschine, CD-Spieler, Plattenspieler (Mikro Seiki mit Benz MC System) sowie ein Sonos Connect. Dazu war der Anschluss von zwei Paar schwedischen Mirsch Lautsprechern opportun: OM 21 und OM 71. 

 

Mit Hilfe des Luxman L-505uX konnte die Vorstufe sowie die Endstufe abgelöst werden. Kompromisslose Qualität aus Japan, mehr als ausreichend Kraft für die Aufgaben und eine Gestalt, die aller Ehren Wert ist. Doch was war das? Beim Abspielen von Platten knisterte die linke Seite, fiel dann ganz aus! Stereofluss wäre nicht der richtige Partner, wenn nicht augenblicklich der riesige Plattenspieler in die Fachwerkstatt gebracht worden wäre. Dort wurde dann auch das Problem identifiziert: Eine marode Lötstelle vorne am Tonarm erforderte eine kurze Operation und angemessenen Ersatz durch neue Kabel. Einen Tag später klingen die Platten wieder: Monstermäßig. Da im Hause bereits einige Sonos-Geräte vertreten waren, machte es Sinn auch die "Hauptanlage" zu integrieren. Nichts einfacher als das - mittels eines unsichtbaren Sonos Connect Moduls. 

 

Weil der Autonarr gerne Top Gear und die Nachfolger bei amazon sieht, war des Weiteren der Wunsch den Sound des Fernsehers zu verbessern. Ein altes 2.1 System war noch vorhanden, so dass lediglich ein Verstärker mit HDMI Ein- und Ausgängen vonnöten war. Der Marantz NR-1506 ist im Gegensatz zu normalen Mehrkanal-Verstärkern eine Wohltat: Die Bauhöhe misst lediglich die Hälfte - er tut aber alles was er soll. Von nun an klingen die V8-Motoren wirklich nach etwas, sei es über Apple TV, T-Entertain Receiver, Blu-Ray Player oder einfach einen beliebigen Fernsehsender. Verkabelung, Einstellungen, Anleitung, alles gerne und zur vollen Zufriedenheit erledigt. 

So macht Hifi doch Spaß!